0086-28-85540220
Startseite > Tibetische Tradtionelle Feste
Maskentanz (Cham) Festival während des Sommergebets im Tsurpu Kloster
Ein schönes Klosterfest in der Nähe von Lhasa

Das Tsurpu Kloster hält jedes Jahr ein Tanzritual ab, das in der Mitte des Sommergebetsfetivals vom Tsurpu Kloster steht. Um 14 Uhr des 9. Aprils nach dem tibetischen Kalender schreiten mehr als 100 Mönche aus dem Tsurpu Kloster langsam zur Mitte des Tempelplatzes und führen unter Trompete den Maskentanz auf, um die Probe für die Uraufführung am nächsten Tag zu machen. Der Legende nach kam der buddhistische Meister Padmasambhava am 10. April des tibetischen Kalenders von Indien nach Tibet zur Förderung der buddhistischen Lehre. Das Tsurpu Kloster veranstaltet an dem selben Tag den Maskentanz, um an den Meister zu gedenken, die Bosheiten zu vertreiben und um eine gute Wiedergeburt zu beten.

Das Tanzritual heißt auf Tibetisch "Cham (Qiangmu)". Es zählt zu den traditionellen religiösen Tänzen. Die Spieler werden sich je nach dem Inhalt der Musik die lange Tracht anziehen, die Masken tragen und Ritualobjekte wie Messer und Schild in der Hand halten. Die Begleitungsmusik wird von den Musikinstrumenten wie Becken, Büffelhorn, Suona usw. gespielt.

Das Tanzritual wird von dem Tsurpu Kloster sehr hochgeachtet und von Generation nach Generation gut verbreitet. Es ist dem lebenden Buddha der Karma Kagyu Sekte in der Vergangenheit zu verdanken. Die Karmapa mussten selber den Tanz lernen und traten manchmal sogar auf die Bühne. Dies gilt als Ursache, warum der Maskentanz von dem Tsurpu Kloster so bekannt und lobenswert ist.

Gegen Ende des Tanzrituals wird ein Hochmönch des Klosters ein Räuchestäbchen anzünden und Kiefernäste im Ofen mitten auf dem Platz brennen. Nachdem der Rauch in dichten Wirbeln aufgestogen ist, fangen die Mönche und Zuschauer an, den Spieler einen nach einem anderen Hada zu überreichen. Dann neigt sich der Maskentanz seinem Ende zu.

Der Maskentanz findet im Winter und Sommer jeweils einmal eines Jahres statt. Der Maskentanz im Winter wird als "Gongqiang" genannt und am 29. Dezember des tibetischen Kalenders veranstaltet. Währenddessen nennt man den Maskentanz im Sommer "Yaqiang".

Während des „Saga Dawa Festivals“ von dem 30. März bis 15. April nach dem tibetischen Kalender wird das Gebetsfestival für eine Woche im Tsurpu Kloster durchgeführt. Bei dem Festival sieht man Maskentanz, Ausstellung der Thangka mit Buddha-Bild und vielfältige religöse Aktivitäten.

Das Tsurpu Kloster befindet sich in einer Höhe von 4300 m am Oberlauf des Tsurpu-Flusses im Nordwesten des Kreises Doilungdeqen und ist 60 Kilometer westlich von Lhasa. Mit einer 800jährigen Geschichte wird es als das Hauptkloster der Karma Kagyu Sekte vom tibetischen Buddhismus angesehen. Das weltbekannte Reinkarnationssystem des tibetischen Buddhismus wurde in diesem Kloster herausgerufen und unter anderen Sekten des tibetischen Buddhismus im ganzen Tibet verbreitet.

Das Tsurpu Kloster hat einen riesigen Beitrag in dem tibetischen Buddhismus und der tibetischen Kultur geleistet. Der erste lebende Buddha der Karma Kagyu Sekte Dusum Khyenpa hatte den Brief mit seiner Voraussage über seine Reinkarnation seinem Schüler Zhuogundeqian ausgehändigt und machte danach das Reinkarnationssystem weltweit bekannt.